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Historische Romane aus dem 2. für das 21. Jh.

Die Romane :



Begleitmaterial :

Sonntag, 28. August 2016

Hat man wirklich jetzt das Zentrum von Nida ausgegraben?

Nachricht: Zentrum des antiken Nida gefunden
"Was Archäologen schon lange annahmen, gilt durch die Grabungen für den Erweiterungsbau der Römerstadtschule nun als erwiesen: Am Übergang der heutigen Stadtteile „Römerstadt“ und „Nordweststadt“ befand sich das Zentrum des antiken Nida mit einem Kultplatz und mindestens fünf Tempelbauten. Das eigentliche Schmuckstück ist aus Bronze."
 
Mir ist nicht ganz klar, wo dieser Tempelbezirk denn nun im Ortsbild von Nida lag - wirklich im Zentrum dieser Karte?

"Das eigentliche Schmuckstück der Ausgrabungen ist zwar „nur“ aus Bronze, zeigt dafür aber, dass Frankfurts beliebter Wappenvogel bereits im antiken Nida eine zentrale Rolle spielte: ... Hier wurde der „Jupiter Dolichenus“ verehrt, der aus der kleinasiatischen Stadt Doliche in der heutigen südöstlichen Türkei kam und sich ab dem späten ersten Jahrhundert als Soldatengott im Römischen Reich ausbreitete.... Besagte Adlerfigur fand sich in einem nördlichen Grabungsteil des Tempelbezirks, der daher als Haupttempel dieser besonderen Gottheit zuzuordnen ist. Ob die übrigen Grundmauern zu eigenständigen Tempeln oder beigeordneten Sakralbauten gehören, bleibt noch zu erforschen."

Den Dolicheniertempel haben wir in unseren Romanen jedenfalls an der nördlichen der beiden großen Hauptstraßen verortet, der Platea Praetoria. Ist das oben Beschriebene nun derselbe Tempel oder gab es mehrere davon in Nida.

Freitag, 20. Mai 2016

Personen in der Romanike (3): Prinzessin Iulia Balbilla

Wir würden nicht einmal wissen, dass Iulia Balbilla existiert hat, wenn sie nicht vier Graffiti an den Memnonkolossen beim ägyptischen Theben hinterlassen hat, dabei muss sie in der Zeit Kaiser Hadrians zu den wichtigsten Personen am römischen Kaiserhof gehört haben. So gut wie nichts ist aus ihrem Leben bekannt, außer, dass sie vom 19. bis zum 21. November 130 mit der Ehefrau des römischen Kaisers Hadrian, Vibia Sabina, das Tal der Könige besucht hat. In einem ihrer Graffiti, die sie in dem recht seltenen äolischen Dialekt des Griechischen abgefasst hat, verweist sie glücklicherweise auf ihre Großväter, die sie als Balbillus den Weisen (Tiberius Claudius Balbillus, römischer Ritter und eine recht dubiose Figur unter den Kaisern Claudius und Nero) und Antiochos den König bezeichnet (den letzten regierenden König des syrischen Kleinstaats Commagene, bevor er von Rom geschluckt wurde). Diese illustre Abstammung war für uns der Anlass, Iulia Balbilla als unsere hauptsächliche Schurkin zu besetzen.

Karte von Commagene (östliches Syrien) zur Handlungszeit des "Opus Gemini"
In unserer Romanserie ist Balbilla zunächst wegen ihrer Hingabe an die Astrologie in die Hauptstadt ihrer königlichen Vorfahren verbannt worden: nach Samosata an der Ostgrenze des antiken Syriens (siehe Karte). Von dort stammte auch der berühmte Satiriker Lukian, dessen Erzählung "Alexander oder der Lügenprophet" wir neu übersetzt und im Roman "Corpus Sacrum" verarbeitet haben. Im Jahr 160 werden Armenien und Syrien aber zum Kriegsschauplatz. Die Frontstadt Samosata fällt, und im Zuge der nach Westen strebenden Flüchtlingswelle entkommt auch Iulia Balbilla aus ihrem Exil. Nun sieht sie die Gelegenheit, die Ehre ihres Hauses wieder herzustellen und anstelle der regierenden Kaiser eine ihr gelegene Marionette einzusetzen. Dafür braucht sie das verloren gegangene Erbstück Balbillus' des Weisen: das Opus Gemini, das letzte überlebende Gegenstück des Mechanismus von Antikythera.

Zur Handlungszeit ist Iulia Balbilla schon im hohen Alter, schon von Natur aus klein gewachsen und nun noch stärker gebeugt; doch das Verlangen nach Rache hielt sie all die Jahre ihrer Verbannung vital, und sie ist noch immer stark genug, lange Reisen auf sich zu nehmen. Sie setzt darauf, dass sie in Rom für tot gehalten wird, während sie im Verborgenen ihre umstürzlerischen Pläne verfolgt. Als ältester lebender Nachkomme des königlichen Hauses von Commagene ist sie auch Hohepriesterin des syrischen Gottes Iuppiter Dolichenus. Auf dessen im ganzen Imperium verbreitete Sekte kann sie noch immer eine Machtbasis stützen. Über ihren Neffen Balbillus Aquila schickt sie nun zwei schreckliche Agenten aus, Pernica die Schnelle und Sedigitus das Ungetüm, um das Opus Gemini zurückzuholen.

Mittwoch, 20. April 2016

Personen in der Romanike (2): Belsia Valeriana, die Krämerstochter


Belsia Valeriana, die Tochter des Krämers Belso, ist die seltsamste Gestalt im #Romanike-Zyklus. Wir führten sie als kleine Verwirrung in den ersten Kapiteln von "Gesetzbuch des Kosmos" ein, die am Ende schnell entsorgt werden sollte. Das ließ sie aber nicht mit sich machen. Valeriana ist so eine vielseitige und mächtige Figur, dass sie es uns unmöglich machte, sie auf plausible Weise abzuschieben. Nach und nach nahm sie vielmehr entscheidenden Einfluss auf die Handlung: Sie stellte sich sogar den Killern, die darauf aus sind, ihren Pflegebruder Iulius Adrianus zu metzeln! Manche Leser betrachten Valeriana als die eigentliche Heldin des Zyklus, zumal sie (in der englischen Fassung) die einzige ist, die in allen sechs Bänden der Serie auftritt.

Valerianas Ursprünge liegen in der Nachbarschaft des Hauses Iulii von Aquae Mattiacorum am römischen #Limes. Mit dem stillschweigenden Einverständnis der Hausherrin Lucania Castilla geht sie schon als kleines Mädchen im Hause ein und aus und entwickelt den Ehrgeiz, einen festen Platz in diesem vornehmen Anwesen zu bekommen. Wie Adrianus es ausdrückt: "Als wir uns alle daran gewöhnt hatten, dass sie ständig zugegen war, ging sie einfach nicht mehr nach Hause." Er wehrte sich heftig, als sie ihm seinen alleinigen Anspruch auf seine Familie streitig machte, und dieser Konflikt zwischen ihnen ist nach wie vor ungelöst.

In der Opus-Gemini-Trilogie ist Valeriana 22 Jahre alt und zu einer durchtriebenen jungen Dame herangewachsen, die mit Zähnen und Klauen ihren Platz hoch droben auf der sozialen Leiter verteidigt, auf der sie sich eingenistet hat. Zum schlechten Ruf des Hauses Iulii trägt sie durch ihr unbändiges Benehmen in der Öffentlichkeit erheblich bei. Sie schätzt es sehr, wenn sie ihre Umwelt mit unerwarteten Reaktionen überraschen kann; insbesondere Adrianus fällt es schwer, mit ihren scheinbar beliebigen Launen umzugehen. Wenn sie ihn richtig wütend gemacht hat, beschimpft er sie als Fähe. Aber vorsichtshalber achtet er darauf, dass sie es nicht hört.

Valeriana ist ebenso hochgewachsen wie Adrianus, so dass die beiden manchmal für echte Geschwister gehalten werden. Äußerlich wirkt sie trügerisch unschuldig, ein Vorteil, den sie bedenkenlos ausnutzt, nur ihre Augen erinnern in der Tat an die eines Fuchses. Ansonsten wurde sie mit einem Streifen kleinmädchenhafter Sommersprossen geboren, der sich über ihre Nase zieht, und mit kräftigen hellbraunen Locken, die schwer in Form zu bringen sind: Zumeist lässt sie ihrer Mähne freien Lauf, bändigt sie aber auch gerne mit Diademen, vorzugsweise teuren. Eine Art Markenzeichen ist ein blauweißer Seidenschal, den sie als Kind von Castilla bekommen hat. Die Hauslehrer der Iulii schätzten und schätzen ihren Lerneifer und ihre rasche Auffassungsgabe, Adrianus dagegen fühlt sich von ihr zugleich angezogen und bedrängt und ist sehr bemüht, sie auf Abstand zu halten. Mit dem Tod ihrer Beschützerin Castilla verliert sie ihren Rückhalt im Hause und ist nun akut von Zurücksetzung bedroht, um den schlechten Einfluss zu unterbinden, den sie nach Meinung von Adrianus' Eltern auf deren Sohn hat. Valeriana ist jedoch fest entschlossen, sich nicht derart verdrängen zu lassen.

Montag, 14. März 2016

Recherche für Romane - unerschwinglich für Autoren?

Wer anspruchsvolle Romane schreiben will, der muss gelegentlich auch Fachartikel zu seinem Thema recherchieren. Mir ging es so bei unseren historischen Romanen, und wenn die Fragen spezieller wurden, dann stieß ich auf der Suche nach Antworten oft auf eine amerikanische Seite namens JSTOR.

Die mich alsbald gründlich zu nerven begann. Ich konnte an den ergurgelten Textausschnitten oftmals sehen, dass dort immer wieder die Antworten lagen, die ich brauchte - aber JSTOR will für seine Artikel Kohle sehen. Und zwar un unverschämter Höhe: über 30 Dollar kostet bei denen in der Regel sogar ein sechzig Jahre alter Artikel von vier Seiten Umfang, der sowieso in weiten Teilen überholt ist! Welcher Indie-Autor kann sich das denn leisten?

Im deutschen Recht ist das anders: Wir haben sogar einen Rechtsanspruch auf die kostenlose Lieferung von Veröffentlichungen wie denen der Max-Planck-Gesellschaft, hier zu bekommen: https://www.mpg.de/mpforschung ! Freilich ist man hier auf die Ergebnisse deutscher Forschung beschränkt, während die einschlägigen Artikel für unsere Autorenrecherche häufig auf Englisch zu finden sind. Was ist in solch einem Falle zu tun?

Zum Glück gibt es Alternativen zu Raubritterseiten wie JSTOR. Eine davon ist www.academia.edu , wo viele mehr oder minder sachkundige Artikel entweder vollständig oder als Abstract zu bekommen sind, aber in jedem Falle kostenlos und sogar in verschiedenen Sprachen. Derzeit viel in den Schlagzeilen ist die vom Wissenschaftsverlag Elsevier heftigst angegriffene russische Seite Sci-Hub, die es angeblich zulässt, Bezahlschranken zu umgehen und Artikel von Seiten wie JSTOR kostenlos herunterzuladen - eben mit dem Argument, dass Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zugänglich sein müssen. 

Sci-Hub deswegen mit der Raubkopiererseite "The Pirate Bay" gleichzusetzen, ist überzogen. Als ich probeweise nach der Oberschurkin unseres Romanzyklus recherchierte, der syrischen Prinzessin Julia Balbilla, stellte ich fest, dass die meisten angezeigten Ergebnisse einfach die ohnehin frei zugänglichen Artikel von www.academia.edu spiegelten. Über eines freute ich mich allerdings ganz besonders, nämlich einen Artikel, den ich schon oft zitiert gesehen hatte, wobei aber immer die für mich relevanten Angaben gefehlt hatten: Darin geht es um die erst kürzlich nachgewiesene Verbindung der Prinzessin Balbilla nach Sparta und zu dessen Herrscherhäusern. Das ist damit das einzige weitere Lebensdatum, das wir von Balbilla kennen über die Inschriften hinaus, die sie an den Memnonkolossen in Ägypten hinterlassen hat - und es lässt beachtenswerte Einblicke zu. Die Verflechtungen unter den oströmischen Adelsgeschlechtern waren offenbar weitreichend: Ist es zu gewagt, von einer bisher übersehenen mafiösen Struktur auszugehen, die machtpolitisch mit der der römischen Senatoren konkurrierte und zuweilen beträchtlichen Einfluss auf die Kaiser ausübte?

Graffito der Iulia Balbilla auf den Memnonskolossen, Inschrift G.46.
Quelle: http://www.egypte.f1adc.com/les-inscriptions-datees.html
Das ist erhellend - wie aber hätte ich wissen sollen, ob der Artikel tatsächlich für mich relevant ist, wenn er hinter einer Bezahlschranke versteckt wird? Wissenschaft ist primär offensichtlich nicht für Dummbolzen wie unsereins gedacht: Was dabei herauskommt, das geht nur die universitären Eliten in ihren Elfenbeintürmen etwas an. Bisher. Denn das ändert sich auf legale oder halblegale Weise endlich auch zugunsten von uns Autoren, die dadurch höherwertige Bücher schreiben können. Und sollten!

Freitag, 29. Januar 2016

"Instrument der Herrschaft" - der Abschlussband der Trilogie "Opus Gemini" ist erschienen!

Das kommt davon, wenn man einen Hauptberuf hat, statt sich nur dem Schreiben zu widmen: Schon für Dezember war dieses Werk angekündigt, aber dann kam ausgerechnet über die Weihnachtszeit ein urplötzlich volles Auftragsbuch dazwischen. Na gut, dafür hatte der Abschlussband der "Romanike"-Serie auch mehr Zeit, zu reifen. Seit gestern ist die Druckausgabe hier offiziell verfügbar:
Die eBook-Versionen für epub und Kindle werden in den nächsten Tagen bei XinXii freigeschalttet:  und werden danach auch bei den Distributoren wie Thalia, Weltbild usw. erhältlich.

Nun treffen sich die beiden Haupthandlungsstränge auf dem ‪#‎Dünsberg‬ bei Gießen. Pernica und Sedigitus brechen dorthin auf, um den entführten Adrianus aufzuspüren und ins antike ‪#‎Wiesbaden‬ zurückzubringen. Der einstige Banditenfürst, der sich nun Hochvater Germaniens nennt, versammelt inzwischen die Häuptlinge aller wichtigen Stämme, um sie hinter sich und dem letzten der großen "Opera" zu vereinen, der Geschwister des versunkenen Mechanismus von ‪#‎Antikythera‬. Aber was sind seine Ziele? Und wer steckt hinter der Kopfjägerbande, die enthauptete Leichen auf der römischen Seite des ‪#‎Limes‬ zurücklässt und offenbar auch auf dem Dünsberg aktiv ist?

Damit hat sich der Romanzyklus seine eigene Facebookseite verdient!

Und hier gibt es auch gleich die Videovorschau dazu:


Rom, 161 u. Z.: Seit zwanzig Jahren ist das letzte existierende Gegenstück des #Mechanismus von Antikythera, das Opus Gemini, in den Provinzen des Nordens verschollen. 



Als in Syrien ein "Weltkrieg" zwischen den Großmächten Rom und Parthien ausbricht, versteckt sich unter den nach Westen drängenden Flüchtlingen auch Prinzessin Iulia Balbilla, die einst vom römischen Kaiser verbannt wurde. Sofort leitet sie Schritte ein, die sie an die Macht bringen und das Imperium in ein Königreich orientalischer Prägung verwandeln sollen. Ihr Verwandter schickt zwei skrupellose Agenten aus: den missgebildeten Gladiator Sedigitus und die menschenverachtende Barbarin Pernica, um das Opus Gemini wieder zu beschaffen. Denn dieses astrologische Hilfsmittel ist so mächtig wie die Menschen, die an seine Macht glauben.

Währenddessen taucht das Opus Gemini im römischen Wiesbaden, nahe beim Limes, wieder auf. Zwischen Restitutus' Adoptivenkel Adrianus und seiner Pflegeschwester Valeriana entbrennt ein heftiger Konflikt um die Verwertung dieses einzigartigen Fundes ... 

Dienstag, 26. Januar 2016

Zu viele Germanen sind der Römer Tod

"Das Römische Reich war fremdenfreundlich. Doch Einwanderer ließen sich nur in überschaubarer Zahl integrieren. Das Machtgefüge verschob sich. Den Fremden blieb das Reich fremd – trotzdem übernahmen sie die Macht."
Prof. A. Demandt: Das Ende der alten Ordnung





Der Anfang kam aber schon viel früher: Mit den Marcomannenkriegen unter Kaiser Marcus Aurelius, deren Vorabend unsere Romanserie "Romanike" beschreibt.Wie eine unsere Figuren, selbst romanisierter Germane, darin anmerkt:
"Lass einen Germanen nur ins Land. Seine Kinder werden ein Haus füllen, seine Enkel ein Dorf, seine Urenkel eine Provinz."

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Der Abschlussband des "Opus Geminis" kommt vor Weihnachten

Freut euch auf den letzten Band der Trilogie "Opus Gemini"! Die Übersetzung ist fast abgeschlossen und das Buch erscheint noch vor Weihnachten.

Doch, Ralf, es gibt auch diesmal wieder ein ziemliches Gemetzel. Ist immer so, wenn meine Frau mitschreibt. Darum hängen doch schon im zweiten Band so viele bunt bemalte Schädel im Tannenbaum.