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Historische Romane aus dem 2. für das 21. Jh.

Die Romane :



Begleitmaterial :

Freitag, 20. Mai 2016

Personen in der Romanike (3): Prinzessin Iulia Balbilla

Wir würden nicht einmal wissen, dass Iulia Balbilla existiert hat, wenn sie nicht vier Graffiti an den Memnonkolossen beim ägyptischen Theben hinterlassen hat, dabei muss sie in der Zeit Kaiser Hadrians zu den wichtigsten Personen am römischen Kaiserhof gehört haben. So gut wie nichts ist aus ihrem Leben bekannt, außer, dass sie vom 19. bis zum 21. November 130 mit der Ehefrau des römischen Kaisers Hadrian, Vibia Sabina, das Tal der Könige besucht hat. In einem ihrer Graffiti, die sie in dem recht seltenen äolischen Dialekt des Griechischen abgefasst hat, verweist sie glücklicherweise auf ihre Großväter, die sie als Balbillus den Weisen (Tiberius Claudius Balbillus, römischer Ritter und eine recht dubiose Figur unter den Kaisern Claudius und Nero) und Antiochos den König bezeichnet (den letzten regierenden König des syrischen Kleinstaats Commagene, bevor er von Rom geschluckt wurde). Diese illustre Abstammung war für uns der Anlass, Iulia Balbilla als unsere hauptsächliche Schurkin zu besetzen.

Karte von Commagene (östliches Syrien) zur Handlungszeit des "Opus Gemini"
In unserer Romanserie ist Balbilla zunächst wegen ihrer Hingabe an die Astrologie in die Hauptstadt ihrer königlichen Vorfahren verbannt worden: nach Samosata an der Ostgrenze des antiken Syriens (siehe Karte). Von dort stammte auch der berühmte Satiriker Lukian, dessen Erzählung "Alexander oder der Lügenprophet" wir neu übersetzt und im Roman "Corpus Sacrum" verarbeitet haben. Im Jahr 160 werden Armenien und Syrien aber zum Kriegsschauplatz. Die Frontstadt Samosata fällt, und im Zuge der nach Westen strebenden Flüchtlingswelle entkommt auch Iulia Balbilla aus ihrem Exil. Nun sieht sie die Gelegenheit, die Ehre ihres Hauses wieder herzustellen und anstelle der regierenden Kaiser eine ihr gelegene Marionette einzusetzen. Dafür braucht sie das verloren gegangene Erbstück Balbillus' des Weisen: das Opus Gemini, das letzte überlebende Gegenstück des Mechanismus von Antikythera.

Zur Handlungszeit ist Iulia Balbilla schon im hohen Alter, schon von Natur aus klein gewachsen und nun noch stärker gebeugt; doch das Verlangen nach Rache hielt sie all die Jahre ihrer Verbannung vital, und sie ist noch immer stark genug, lange Reisen auf sich zu nehmen. Sie setzt darauf, dass sie in Rom für tot gehalten wird, während sie im Verborgenen ihre umstürzlerischen Pläne verfolgt. Als ältester lebender Nachkomme des königlichen Hauses von Commagene ist sie auch Hohepriesterin des syrischen Gottes Iuppiter Dolichenus. Auf dessen im ganzen Imperium verbreitete Sekte kann sie noch immer eine Machtbasis stützen. Über ihren Neffen Balbillus Aquila schickt sie nun zwei schreckliche Agenten aus, Pernica die Schnelle und Sedigitus das Ungetüm, um das Opus Gemini zurückzuholen.

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